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Achtsamkeit im Coaching – Wissen allein genügt nicht

von | Donnerstag, 4. August 2016 | Achtsamkeit | 3 Kommentare

Was macht ein Coaching nachhaltig wirksam?

Sicherlich — wenn wir wertvolles Wissen vermittelt bekommen, dann kann das allein schon sein Geld wert sein. Wenn ein Coaching jedoch nur daraus bestünde Wissen vermittelt zu bekommen, dann wäre es nicht viel mehr als ein teures, extravagantes Buch oder eine Vorlesung, etc. Reine Wissensvermittlung lässt sich einfacher und effizienter durchführen, als im Rahmen eines Coachings.

Nun ist es ja so, dass Wissen seinen Wert erst dadurch erhält, dass wir es auch zu unserem Nutzen anwenden. Ein nachhaltig wirksames Coaching befähigt uns demnach also zur Anwendung dieses Wissens. Und zwar möglichst dauerhaft.

Gelingendes Coaching braucht Achtsamkeit

Eine Schaufel allein reicht nicht. Wir brauchen jemanden, der uns genau zeigt, wie’s geht — und zwar so, dass wir es auch anwenden können.

Oft ist schon viel Wissen vorhanden, wenn wir ein Coaching in Anspruch nehmen.

Denn oft ist es ja sogar so, dass wir sehr gut wissen, wie es geht und was zu tun ist — doch wir kriegen es einfach nicht umgesetzt. Wir kriegen einfach den Arsch nicht hoch. Finden keine Motivation. Was wir dann nicht unbedingt brauchen, ist, das ganze nochmal in anderen Worten erklärt zu bekommen. Was wir brauchen, ist jemand, der mit uns genau hinschaut, so dass wir sehen können was uns denn eigentlich davon abhält, unser Wissen anzuwenden. Und der uns hilft dies aus dem Weg zu räumen.

Jetzt könnte man argumentieren, dass das ja auch wieder Wissen sei — eben das Wissen um die Umsetzung des Wissens. Doch das allein ist es nicht.

Um Wissen anzuwenden brauchen wir Achtsamkeit.

Wenn wir beispielsweise wissen, dass wir es nicht schaffen in bestimmten Situationen schlagfertig zu reagieren, weil wir uns von unserer Angst hemmen lassen, dann hilft uns dieses Wissen noch nicht viel. Auch das Wissen um die Anwendung dieses Wissens allein hilft uns noch nicht. In diesem Beispiel könnte damit gemeint sein, dass wir die Angst spüren müssen, um sie aufzulösen. Doch das zu wissen reicht nicht — Wir müssen es auch tun!

Wir müssen, um beim Beispiel zu bleiben, die Angst auch tatsächlich spüren, wenn wir sie auflösen wollen. Das ist kein Wissen. Das ist Achtsamkeit. Und erst wenn wir mit unserer Achtsamkeit lang genug bei dieser spezifischen Angst waren, so lange bis sie verschwunden ist — erst dann haben wir, unserem Beispiel nach, das Wissen angewandt und das Hemmnis für unsere Schlagfertigkeit aus dem Weg geräumt.

Achtsamkeit ist die Schnittstelle zwischen Wissen und Handeln.

Wir könnten jetzt beliebig viele, weitere Beispiele finden, in denen ohne Achtsamkeit keine nutzbringende Anwendung des Wissens möglich wäre. Ich denke aber, wenn wir genug Achtsamkeit aufbringen, dann werden wir diese Beispiele im Alltag selbst erkennen.

Klar ist: Immer wenn wir neu erlerntes Wissen anwenden wollen, dann braucht es zuerst einen Handlungsimpuls und dann auch immer ein kreatives Zusammenspiel von verschiedenen Fähigkeiten. Nur so ist es möglich etwas neu, optimiert oder anders zu machen. Es ist in diesem Moment also keine Routine, kein Automatismus. Und immer dann, wenn wir etwas nicht einfach im Automatismus — also aus dem Unterbewusstsein heraus tun können — dann brauchen wir dafür Achtsamkeit.

Wir brauchen also beispielsweise Achtsamkeit..

  • um zu erkennen, dass wir vor uns gerade einen möglichen Kunden haben, den wir nun gewinnen könnten, indem wir uns aufrichtig für ihn interessieren.
  • um zu merken, dass wir seit 5 Tagen nicht joggen waren und aus Erfahrung wissen, dass es uns jetzt gut tun wird, entgegen dieser Abneigung, die wir verspüren, trotzdem laufen zu gehen.
  • um zu realisieren, dass wir gerade wieder mal etwas zu einem uns nahestehenden Menschen gesagt haben, wovon wir genau wissen, dass dieser darauf empfindlich reagiert und es nochmal schnell umzuformulieren, so wie wir uns das schon ausgedacht hatten.
  • usw.

Ein guter Coach bringt Wissen und Achtsamkeit in das Coaching ein.

Ein für Dich passender Coach hat nicht nur das Wissen, dass Du brauchst, sondern ist auch geübt darin, Dich achtsam und wertfrei zu beobachten und Dir aufmerksam zuzuhören. Denn nur mithilfe dieser Achtsamkeit ist es dem Coach möglich, ..

  • sein Wissen auch auf Deine individuelle Herausforderung anzuwenden.
  • das Wissen an der richtigen Stelle anzubringen.
  • zu erkennen, wenn Du etwas übersiehst und Dich sanft darauf hin zu weisen.
  • mit Dir mit zu fühlen, wenn es das ist, was Du brauchst.
  • seinen Kurs zu korrigieren, wenn es nicht auf Anhieb klappt.
  • usw.

Die Fähigkeit zur Achtsamkeit bedarf regelmäßiger Übung. Sie ist wie ein Muskel, der erschlafft, wenn wir zu lange nur noch aus der Routine heraus leben. Ein guter Coach hat also immer auch eine starke Präsenz. Man merkt, dass er geistig gegenwärtig ist.

Mein Anliegen mit diesem Text war mir zum einen zu zeigen, was der Wert eines Coachings ist und zum anderen Hilfestellung bei der Wahl eines guten Coaches zu geben. Ich hoffe es ist mir gelungen.

Möchtest Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben?

Bei mir kannst Du ein liebevoll achtsames Coaching erfahren. Wir können zum Beispiel daran arbeiten, wie Du selbst mehr Achtsamkeit in Dein Leben bringst.

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